• White Instagram Icon
  • White Pinterest Icon

© 2018 by saltysoulmates

Oh, du wildes Madeira

7 Tage Inselabenteuer im Atlantik

Als wir am östlichsten Punkt der Insel standen, erstrecken sich vor uns beeindruckende Berge und Küstenabschnitte, die, je weiter sie entfernt waren, immer mehr verblassten. Und sonst: Meer. -Meer soweit die Augen sehen konnten und ein Geruch von Abenteuer, der uns um die Nase wehte. Was wir bis zu diesem Zeitpunkt bereits wussten: Vor uns liegen 7 Tage Madeira, die Straße zu unserem Airbnb war verdammt nochmal die steilste, die wir je gefahren waren und nächstes Mal sollten wir unbedingt Sonnencreme einpacken. Was noch vor uns lag, kannten wir nur von ein paar Fotos, die wir zuvor gesehen hatten. Die portugiesische Insel im Atlantik hielt jedoch noch so viel mehr für uns bereit. 

Ponta de São Lourenço

Ein paar wage Stecknadeln auf maps.me führten uns also zu unserem ersten Ziel: zur Ponta de São Lourenço ganz im Osten der Insel. Schon am Parkplatz wurde uns ziemlich schnell klar, dass der von uns angesteuerte Aussichtspunkt eigentlich eine 7km lange Wanderung über das ganze Kap war. Komplett unvorbereitet entschieden wir uns dennoch dazu dieses zu erkunden und wurden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, nicht zu wissen, was einen erwartet, lässt so manche Abenteurerherzen höherschlagen – unsere auf alle Fälle.  

von Porto Moniz bis nach Seixal

In den nächsten drei Tagen folgten wir den weiteren Pins auf unserer Karte immer weiter Richtung Westen um dann an der Küste entlang in den Norden über Porto Moniz bis nach Seixal zu fahren. Kurvige und schmale Straßen führten uns dabei zu einsamen Wasserfällen, entlang an tropischer Vegetation und wunderbar verlassenen Spots für einen Snack zwischendurch.

Was uns wirklich beeindruckte, waren die natürlichen Pools in Seixal. Durch eine kleine Höhle kann man hier einen der zwei natürlichen Pools betreten und darin schwimmen. Wow. Das Wasser hier ist so klar, dass man selbst während des Schwimmens scheinbar bis auf den Boden blicken kann. Das Meer prallt dabei immer wieder auf das Gestein des Randes, peitscht einige Armlängen in die Höhe und füllt den Pool mit frischem Salzwasser. Das Salz kann man deutlich schmecken und bekommt so die Gelegenheit im sonst so rauen Meer rund um Madeira baden zu gehen.

Weiter zum Balcões- Aussichtspunkt

Wenn man der Küstenstraße im Norden bis Santana folgt, kommt man am schönen Ort Arco de São Jorge und einigen versteckten Wasserfällen vorbei. Von hier aus trennen einen dann nur noch etwa 20 Minuten Fahrt und einige hundert Höhenmeter vom bekannten Balcões- Aussichtspunkt mitten in den Bergen. An diesem Tag hatten wir leider viele Wolken, dafür aber den Balkon für uns allein. Wir hielten dies für einen wirklich guten Kompromiss und genossen die Ruhe hoch oben in den Bergen.

Hoch oben in den Bergen

Wenn eines auf unseren Reisen nicht fehlen darf, dann sind es Sonnenaufgänge. Auch auf Madeira quälten wir uns früh aus dem Bett um unseren Tag auf dem Pico do Arieiro zu starten. Wir fuhren also noch vor Sonnenaufgang hoch in die Berge, durch dicke Wolken bis auf den Parkplatz des dritthöchsten Berges Madeiras. Oben angekommen sahen wir dann … nichts. Der Berg war in einen dicken Nebel aus Wolken gehüllt, in dem selbst die eigene Hand nicht mehr von der eines Fremden hätte unterschieden werden können. Ein bisschen enttäuscht wollten wir die Hoffnung allerdings noch nicht gleich wieder aufgeben und beschlossen eine Weile im Auto zu warten. Und das Warten lohnte sich. Immer mehr der Wolken verschwanden und brachten immer wieder neue Berge und Täler zum Vorschein. Definitiv ein Highlight unserer Reise und ein wirklich unbeschreiblicher Moment. Sprachlos und begeistert warfen wir unsere ursprünglichen Pläne über Bord und wanderten vom Pico do Arieiro, die 6 km bis zum Pico Ruivo. Mit 1862m ist er der höchste Berg der Insel und seinen Aufstieg und die Wanderstrecke auf jeden Fall wert. Einen Tipp, den wir unbedingt weitergeben möchten: Startet die Wanderung so früh wie möglich, da es zur rush hour auf den schmalen Pfaden schnell mal zu Stau kommen kann.

Wasserfälle und Nebelwald

Die letzten Tage unserer Reise wurden begleitet von weiteren Wasserfällen. Von Solchen, die an einer steilen Küste ins Meer stürzen und die wir für uns ganz alleine hatten und Anderen, die sich in der Mitte der Insel befanden und die wir uns mit vielen Menschen teilten.  Die 25 Fontes Falls und der Risco Wasserfall zum Beispiel. Beide sind durch eine Wanderung verbunden, die weit im Inneren Madeiras zu finden ist. Genauer gesagt auf der Hochebene Paul da Serra, deren nebelige Straßen uns im Anschluss geradewegs zum Nebelwald Fanal führten. Irgendwo inmitten der Wolken findet man hier alte, bewachsene Lorbeerbäume, die sich diesen Ort mit wilden Kühen teilen, welche man nur durch ihr Muhen erahnen kann. Eine Stimmung wie man sie aus Fabeln oder Märchen kennt. Wir stampften einige hundert Meter durch das schwammige Moos, bis sich der Weg in den Wolken verlor und wir schließlich zum Auto zurückkehrten.

Enden sollte unser kleines Abenteuer genau da, wo es begonnen hatte – ganz im Osten der Insel. Wir nahmen also noch einmal tief Luft und versprachen uns auf jeden Fall wiederzukommen.

Meine Pins für deine Madeirakarte:

  • Ponta de São Lourenço

  • Ponta do Rosto

  • Ribeiro Frio - Balcões

  • Pico do Arieiro

  • Pico Ruivo

  • Caldeirão Verde

  • Praia do Seixal

  • Ribeira da Janel

  • Nebelwald Fanal

  • 25 Fonts

  • Risco

  • Véu da Noiva

  • Piscinas Naturais do Seixal

  • Hotel Quinta Do Furao (Wasserfall)

  • Miradouro da Garganta Funda

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now