Roadtrip durch Norwegen

das Land der Berge, Gletscher und Fjorde

Endlich war es soweit. Nach monatelangem Fernweh zog mich das Reisefieber zurück in die Natur. Dieses Mal sollte es Norwegen sein. Das Land voller Berge, Gletscher und Fjorde. Seit meiner Kindheit durfte ich so einige Urlaube in Schweden verbringen. Deshalb war ich diesmal umso gespannter, einen ganz anderen Teil Skandinaviens zu erkunden und zu bereisen. 

 

Es ist August. Das Wetter ist angenehm warm und sonnig in Rostock. Der perfekte Tag, um meine Reise zu starten. Mit an Bord mein Freund Simon sowie jegliche Camping-ausrüstung, die man zum Überleben in der Natur benötigt. Gegen Mittag brachen wir auf und fuhren gen Dänemark, wo wir die erste Nacht in unserem neuen Zweimannzelt verbrachten. Die anfänglichen Zweifel waren sehr schnell verflogen. Wer hätte gedacht, dass Zelten so gemütlich sein kann? Am nächsten Tag setzten wir mit der Fähre über und befanden uns endlich auf norwegischem Boden. Nun konnte das neue Abenteuer beginnen. Geplant hatten wir vorab, außer einer groben Route, nicht wirklich viel. Wir wollten das Ganze ein bisschen wetterabhängig machen und möglichst viele spontane Entscheidungen treffen. Somit wussten wir bis dato auch noch nicht, wie lang unser Urlaub in Norwegen sein sollte. Leider hatten wir in diesem Urlaub das Wetter nicht auf unserer Seite. Teilweise war unser Zelt mit Regenwasser überflutet und auch stundenlanges Verharren im Zelt machte uns auf Dauer nicht wirklich viel Spaß. Einheimische erzählten uns, dass sie schon lange nicht mehr so einen verregneten Sommer hatten. Schade für uns! Trotz dessen gab es auch einige wenige sonnige Tage in Norwegen, die wir in vollen Zügen genießen konnten.

Talwanderung zum Vøringsfossen

An jenem Tag machten wir eine eineinhalb Stunden lange Talwanderung zu einem der wohl bekanntesten Wasserfälle Norwegens – dem Vøringsfossen. Der Pfad führte uns über eine Hängebrücke und teilweise steiniges Geröll zum unteren Teil des Wasserfalls. Von unten aus betrachtet wirkt der Wasserfall um einiges gigantischer und imposanter, als von der oberen Aussichtsplattform aus.

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Panoramaaussicht auf dem Mount Oksen

Am darauffolgenden Tag bestiegen wir den Mount Oksen. Für mich ist dies eine der schönsten Wanderungen, die ich je gemacht habe. Die insgesamt 12 Kilometer lange Wanderung verläuft ab einer Höhe von 100 Metern durch einen Wald mit weichem Nadelteppich. Ab einer Höhe von circa 600 Metern wird die Umgebung wieder norwegischer, und man ist umgeben von etlichen Birken und Sträuchern (unter anderem leckeren Blaubeersträuchern). Der weitere Anstieg wird zunehmend steiler und der Gipfel erscheint einem zeitweise endlos weit weg. Doch beim Erreichen des Gipfels, auf einer Höhe von 1241 Metern, vergisst man jegliche Anstrengung. Von dort oben hat man eine atemberaubende Aussicht über die Fjorde und ist umgeben von friedlicher Stille. Man fühlt sich winzig klein, aber verspürt dennoch ein mächtiges Gefühl von Freiheit. Ich habe mit meinen 22 Lebensjahren schon einige unvergessliche Wanderungen hinter mir, doch das ist mit Abstand eine der schönsten.

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Eine frische Abkühlung im Lovatnet

Ein weiteres Highlight unserer Reise war der Ausflug zum Lovatnet. Bei strahlendem Sonnenschein mieteten wir uns ein Ruderboot und erkundeten den kristallklaren, türkisfarbenen Gletschersee. Der zusätzliche Blick auf den Kjenndalsbreen Gletscher ist traumhaft schön. Obwohl das Wasser eisig kalt war, hielt es uns nicht davon ab, eine frische Abkühlung zu wagen.

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Wanderung zum Preikestolen

Last but not least, die vierstündige Wanderung auf den Preikestolen. Da der Aufstieg zu den berühmtesten Bergtouren Norwegens zählt, beschlossen wir, unsere Wanderung um 4:30 Uhr in der Frühe zu starten, um möglichst wenigen Touristen vor Ort zu begegnen. Wie zu erwarten, trafen wir während der gesamten Wanderung nur auf wenig Gleichgesinnte. Doch leider hatte uns das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dichter Nebel lag über dem Fjord, sodass wir vergebens auf eine atemberaubende Aussicht warteten. Nichtsdestotrotz war die Wanderung eine tolle Erfahrung und das frühe Aufstehen definitiv wert.

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Surfen am Borestanda

Den letzten Tag unseres Roadtrips verbrachten wir an einem der wohl schönsten Strände Norwegens – dem Borestranda. Dieser Strand ist besonders beliebt bei Surfern. Auch wir mieteten uns Neoprenanzüge sowie Surfbretter und stürzten uns in die Wellen. Mit der untergehenden Sonne surften wir auf den letzten Wellen und verabschiedeten uns somit von unserem Abenteuer Norwegen. Schöner hätte für uns der letzte Tag unserer Reise definitiv nicht zu Ende gehen können, und genauso wird er uns auch ewig in Erinnerung bleiben. 

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© 2018 by saltysoulmates

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